WARUM SPORT WICHTIG IST

Es ist bekannt, dass Sport gesund ist! Bewegung verbessert die Konstitution, den Blutfluss und den Sauerstoffgehalt im Blut sowie die Neutralisierung von Toxinen im Körper.  Wer jedoch an Sodbrennen oder Reflux leidet, kann durch manche Übungen eine Verschlimmerung der Symptome herbeiführen und so dazu veranlasst werden, das Betreiben von Sport aufgeben.

Sport kann jedoch, wenn er intelligent praktiziert und mit der richtigen Art und Menge an Lebensmitteln kombiniert wird, unzählige Vorteile bringen: Im Falle von Magenproblemen reichen meist einige kleine Vorbeugungsmaßnahmen.

Körperliche Aktivität und Sport sind ein wahres Wundermittel für den Magen und können die Symptome von Reflux und Sodbrennen deutlich lindern.

  • Da sie den Blutkreislauf stimulieren, haben sie eine schützende Wirkung auf die Magenschleimhaut.
  • Gleichzeitig fördern sie die korrekte Nährstoffaufnahme und den Abbau von Giftstoffen, was den Verdauungsprozess erleichtert.
  • Sie begünstigen die natürlichen inneren Bewegungen unserer Organe, was auch die Funktionalität des Verdauungstrakts steigert. Dazu findet so eine Art natürliche, innere „Massage“ statt, die beim Eindämmen von eventuellen Entzündungen hilft.
  • Sie helfen einem, die Kontrolle über das Körpergewicht zu behalten, was den Druck des Fettgewebes auf den Magen reduziert, eine der Ursachen für Reflux.
  • Sie reduzieren Unsicherheit und Stress, Faktoren, die einen negativen Einfluss auf den Magen haben, da sie den Säureausstoß verringern und so den Verdauungsprozess verlangsamen.

TIPPS

Im Fall von Sodbrennen und Reflux ist es wichtig, einige kleine Ratschläge zu befolgen, manche Aktivitäten zu bevorzugen, hingegen die zu vermeiden, die den Bauchinnendruck erhöhen und das Wiederaufsteigen des Mageninhalts fördern.

Sport mit vollem oder halbvollen Magen vermeiden. Während körperlicher Anstrengung wird das Blut in Muskeln und Haut geleitet, wodurch der Blutfluss im Magen-Darm-Bereich reduziert wird und somit dort weniger Sauerstoff ankommt. Eine unzureichende Sauerstoffversorgung destabilisiert Darm und Magen und ruft so Verdauungsprobleme hervor.

Sport bei zu hohen Temperaturen vermeiden. Körperliche Betätigung zieht eine Erhöhung der Körpertemperatur mit sich, der dann, um sich abzukühlen, Blut in die außenliegenden Körperregionen wie die Haut leitet. Je höher die Außentemperatur ist, desto niedriger ist die Effizienz dieser Kühlmethode, der Körper muss also immer mehr Blut nach außen verlagern. Dadurch ergibt sich eine schlechtere Durchblutung der inneren Organe und folglich eine Beeinflussung ihrer Funktionalität.

Sport sollte also frühestens 2 Stunden nach den Mahlzeiten eingeplant werden, um dem Magen erst das vollständige Verdauen zu ermöglichen.

Außerdem sollte man, besonders während der Übungen, immer ausreichend Wasser zu sich nehmen, um den richtigen Sauerstoffgehalt und Blutfluss zu ermöglichen.

Leichte körperliche Aktivität (wie ein Spaziergang) kann auch vor den Mahlzeiten durchgeführt werden, es wird eher davon abgeraten, sie direkt nach dem Essen zu machen.

Zu bevorzugen sind Aktivitäten, die den Muskeln keine exzessive oder extrem starke Anstrengung abverlangt, wie es z.B. beim Gewichtheben der Fall ist, oder die kein ständiges „Durchrütteln“ der Organe im Bauchraum verursachen, wie z.B. beim Rennen.

SINNVOLLE Übungen

Regelmäßige Spaziergänge

Yoga und Pilates sind sehr wertvoll, auch zum Stressabbau und zur Entspannung.

Atemübungen ermöglichen es, das Zwerchfell zu trainieren, ein Muskel, der aufgrund seiner Lage im Unterleib sowohl eine Atem- als auch eine Verdauungsfunktion innehat. Störungen des Zwerchfells können die Koordination zwischen Magen und Speiseröhre stören und zu Episoden von Reflux führen.

Übungen zum Stabilisieren der Wirbelsäule, vor allem solche, die zum Korrigieren von Fehlstellungen geeignet sind, die eine Krümmung des Rückgrads auf Höhe der Schultern nach sich ziehen (Hyperkyphose). Eine Fehlhaltung der Schultern und der Schulter- und Rückenmuskulatur kann auch die Verdauungsmuskulatur beeinflussen.

Übungen im Sitzen oder Stehen (orthostatische Position).

ZU VERMEIDENDE Übungen

Übungen zum Stärken und Verfestigen der Bauchmuskeln (auch als Sit-Ups bekannt), vor allem während der akuten Phase.

Gewichtheben mit hohen Gewichten, vor allem in der akuten Phase. Die Körperbewegung während des Joggens oder Rennens führt zu vertikalen Schwingungen des Oberkörpers, die die Organe im Bauchraum stark durchschütteln.

Zu intensive und anspruchsvolle Trainingssessions. Zu anstrengende Übungen reduzieren den Blutfluss der Organe im inneren Bauchbereich, um ihn in den Muskeln erhöhen zu können. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch eine zu hohe Umgebungstemperatur.